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Praxisschwerpunkt:Tauchen und Zähne ( Zurück zu der Übersicht "Schwerpunkte")

Dr. Niess Implantate
Haizähne

Sandtigerhaie besitzen mehr als 10 000 Zähne und ein Tigerhai verbraucht in zehn Jahren über 1400 Zähne. Bei Tauchern wachsen wie bei anderen Menschen auch im Laufe des Lebens nur magere 20 Milchzähne, die fallen auch noch aus, und 32 bleibende Zähne. Manchmal sind nicht einmal diese alle angelegt.
Also heißt es aufpassen und keine Zähne zu verlieren.
Vor Urlaubsreisen sollte immer ein Gesundheitscheck der Zähne gemacht werden, damit der Urlaub nicht durch plötzliche Zahnschmerzen beeinträchtigt wird. Für Taucher gilt dies in besonderem Maße. Bei Tauchern können erkrankte Zähne dazu führen, dass der Tauchurlaub mehr an der Hotelbar als unter Wasser statt findet.
Deshalb sollte eine gründliche zahnärztliche Untersuchung erfolgen, die sich im Umfang an einer zahnärztlichen Fliegertauglichkeitsuntersuchung orientieren sollte

1. Röntgenübersichtsaufnahme beider Kiefer mit allen Zähnen

Diese Aufnahme lässt Schwachpunkte erkennen. So können entzündete Wurzelspitzen, die nahe an den Kieferhöhlen liegen, zu einer Entzündung der Kieferhöhle und damit zum Ende des Tauchurlaubs führen. Diese Entzündungen können unter Erhalt des Zahnes zumeist operativ entfernt werden.
Tote Zähne, die nicht wurzelbehandelt sind, können bei Druckschwankungen einem Barotrauma unterliegen und extreme Schmerzen verursachen. Selbst ein Klimawechsel allein kann zu akuten Abszessen führen und die schönste Zeit im Jahr total vermasseln.
Auch Weisheitszähne, die im Durchbruch sind, aber wegen Platzmangels oder Verlagerung nicht weiter in ihre anatomische Regelposition im Kiefer hinein-wachsen können, führen oft zu Infektionen mit Abszessen im Kieferwinkelbereich und zur Kieferklemme. Also lieber vorbeugend retinierte und verlagerte Weisheits-zähne entfernen lassen, bevor sie einem den Urlaub verderben.
Zähne, die im Röntgenbild da verdächtig sind, müssen daraufhin geprüft werden, ob sie noch vital sind. Ist dies nicht der Fall, muss unbedingt eine Wurzelbehandlung durchgeführt werden.

2. Füllungscheck

Füllungen müssen dicht, intakt und ohne Hohlräume sein, wenn sie beim Tauchen nicht Probleme verursachen sollen. Bei Bedarf sind solche defekte Füllungen zu erneuern.

3. Zahnfleischcheck

Entzündetes Zahnfleisch kann zu einer Bakterienbelastung des ganzen Körpers führen. Eine Parodontitisbehandlung ist da angeraten. Lockere Zähne, die meist auch noch druckschmerzhaft sind, empfehlen sich nicht dazu, das Mundstück des Lungenautomaten fest zu halten. Sind sie nicht mehr erhaltungswürdig, sollte man sie nicht mehr zum Tauchen mitnehmen, sondern der Zange überlassen. Schließlich wollen Sie die Unterwasserwelt genießen.

4. Abnehmbarer Zahnersatz

Abnehmbarer Zahnersatz bedeutet immer eine erhebliche Einschränkung, auch wenn viele Prothesenträger artistisch mit ihrem Zahnersatz hervorragend zurecht kommen. Damit die Prothese beim Tauchen nicht auf einmal quer im Halse hängt, muss der Prothesensitz kontrolliert werden und gegebenenfalls optimiert werden.

5. Kiefergelenke

Kiefergelenkprobleme sind relativ häufig und werden meist mit Schienen therapiert. Die Symptomatik kann sich beim Tauchen noch verstärken, wenn kraftvoll auf die Noppen des Mundstückes gebissen wird, um den Lungenautomaten nicht zu verlieren. Auch Taucher mit gesunden Kiefergelenken tauchen da mit total verkrampfter Kiefermuskulatur wieder auf und die Zähne passen erst einmal nicht zusammen. Das ist nicht ungewöhnlich, da das Mundstück an einem relativ wenig flexiblem und in der Länge nicht individualisiertem Luftschlauch befestigt ist und dadurch meist leicht schräg zum Mund geführt wird. Eine tolle Verbesserung sind da orthopädische Mundstücke wie das JAX, die individuell an das Gebiss angepasst werden und durch die gleichmäßige Verteilung der Belastung auf den ganzen Kiefer das Kiefergelenk entlasten und ganz wesentlich zu einer entspannten Situation von Kiefermuskulatur und Kiefergelenken beitragen. Einen gravierenden Nachteil hat das System. Passt sich der Taucher das Mundstück selbst an und verschiebt sich der Kiefer dabei, taucht er mit verschobenem Unterkiefer und statt Entspannung können Kiefergelenksbeschwerden erst recht ausgelöst oder verstärkt werden. Die Anpassung sollte unbedingt vom Zahnarzt vorgenommen und kontrolliert werden. Do it yourself kann da gemeine Schäden anrichten. Wer das Mundstück nicht selbst auf den Lungenautomaten fachgerecht montieren kann, sollte das von dem Tauchshop, bei dem das Mundstück gekauft wurde, durchführen lassen. Sonst hat man auf einmal das Mundstück ohne Automaten im Munde.
Übrigens, das Anpassen des Mundstücks in der Zahnarztpraxis ist erschwinglich, aber eine Privatleistung. Sollte ein Kiefergelenksproblem vorliegen und die entspannte Unterkieferposition, die Zentrik, nicht zweifelsfrei eingestellt werden können, übernimmt die Krankenkasse die zur Vorbehandlung und Therapie notwendigen Kosten für eine Entspannungsschiene.

All dies gilt in besonderem Maße natürlich auch für die Taucherin.

Weitergehende Informationen über das JAX Mundstück sowie einen Händlernachweis finden Sie unter  www.myjaxdive.com.

Fazit:

Eine gründliche zahnärztliche Untersuchung ist rechtzeitig vor einem Tauchurlaub durchzuführen, damit notwendige Behandlungen ohne Zeitdruck durchgeführt werden können und Heilungsprozesse Zeit brauchen.
Gönnen Sie Ihren Zähnen und Ihrem Kiefergelenk den Komfort eines orthopädischen Mundstücks.


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